23. Mai 2011
Hallo Eva, hallo Margret,
ich möchte Euch heute von meinem neuen Leben als Vincent Bongers berichten:
Am 28. März besuchte mich mein neues Frauchen in Legden, wo ich ein wundervolles Cockerleben führte.
Dabei waren drei weitere Cocker, meine neuen Schwestern.
Noelle fast 13 Jahre alt, Cindy, auch rote Zicke genannt (ich weiß jetzt auch warum), 9 Jahre alt und
Jule 5 Jahre alt, Tierschutz-Cocker.
Ganz gespannt war mein Frauchen: Verstehen sie sich? Mögen sie sich?
Nach 2 Stunden stand fest: Ich muss mit um mein neues Herrchen zu überraschen. Genau um 19.58 Uhr
war ich in Moers. Auweia war das aufregend.
Dieser Mann stand da und guckte mich nur an, da hab' ich erst mal PIPI gemacht,
übrigens danach NIE mehr. "Kein Problem" sagten alle, "der kleine Mann weiß ja nicht was los ist."
GENAU, wo bin ich jetzt, alles ist neu!
Cindy, meine rote Schwester, zeigte mir sofort, dass ich nicht wie ein Bulldozer rumrämpeln darf.
Ich habe es sofort kapiert. Noelle, meine älteste Schwester ist immer ganz genervt vor mir geflüchtet.
Die ist total lieb, die zwicke ich nämlich zu gerne und ziehe an ihren Ohren, die wehrt sich nicht.
HIHI, Frauchen muss dann für Noelle einschreiten.
Jule, meine jüngste Schwester hat mich immer nur beleidigt angeguckt und fragte jeden Morgen:
"Wann geht der wieder, ist der denn immer noch da?"
Meine Schwestern schlafen im Wohnzimmer und ich neben meiner Mami am Bett. Hinein darf ich nicht,
das ist zwar gemein aber ich lerne schließlich schnell .
Streber oder Chaos-Cocker werde ich manchmal genannt, keine Ahnung warum.
Nach vier Wochen habe ich wieder meine alte Familie besucht, da sollte aus dem aufgeplatzten Sofakissen
ein Cocker werden. Es war aber noch zu früh, meine Haare wollten sich noch nicht lösen und mein Frauchen
musste sich noch gedulden denn auch nach weiteren vier Wochen tat sich in Richtung ordentlicher Frisur
noch nicht wirklich viel.

Aber dafür bin ich schon sehr schön, das weiß ich genau, meine Familie ist nämlich richtig stolz auf mich!
Ich fahre oft nach Holland, da habe ich ein zweites Zuhause. Es ist toll dort!!! Ich darf am Strand frei
laufen, toben bis der Arzt kommt und alle sind 24 Stunden für mich da.

Ich habe auch eine Leidenschaft, mmmhh, findet man hier nicht so toll, aber lächelt trotzdem darüber.
Jetzt verrate ich es: ALLES was ich irgendwo finden oder mopsen kann, bringe ich in den Garten
in den Ononimox, so heißt diese Pflanze, glaube ich, aber als dann die teure Bürste dort lag
und Herrchens Unterhose, hielt sich die Begeisterung doch in Grenzen. Sollen die Beiden doch
ordentlicher werden, basta.
Ich muss im Moment sehr viel lernen: Fuss, Sitz, Platz und HIER, also hören. Unverschämtheit, ich bin
ein Cocker! HILFE!!!
Entwarnung, sowas mache ich ganz gerne, dann bin ich wohl doch ein Streber. Aber meine Schwestern
können das schon und schließlich will ich ja hier der Sahne-Prinz werden.
Täglich laufe ich mit allen Hunden über die Hundewiese und inzwischen sind mir die kleinen Ponys,
Doggen genannt, auch nicht mehr unheimlich, die sind ja nur groß. Wenn ich Angst habe, merkt Cindy
das sofort und klärt das mit dem doofen Hund der mich zu sehr bedrängt. Das hätte keiner gedacht,
dass die kleine rote Zicke so lieb sein kann.

Manchmal hilft auch mein Frauchen, die klärt dann die fremden Hunde auf, ihr glaubt nicht wie schnell
das geht. Aber wenn unsere Mami Gefahr sihet ist sie blitzschnell und quatscht nicht, sondern handelt
für uns. Da staunt Ihr was? Habe ich auch getan.
Julchen war etwas krank, aber jetzt ist Jule wieder fit, juhu. Sie tobt mit mir über die Wiese, mannomann
ist die schnell!
Ich glaube Jule mag mich jetzt ein wenig, SUPER.
Ich gehe auch sehr gern ins Wasser, da springe ich dann herum wie ein kleines Häschen und alle lachen.
Wie Ihr seht geht es mir gut.
Bis zum nächsten Mal
Euer Vincent
P.S. Ich muss mal überlegen was ich heute anstellen kann.
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